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Wissenswertes

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Verkehrsregeln in der Türkei/Straßenzustand/Tanken

Im Prinzip gelten in der Türkei die selben Verkehrsregeln wie bei uns in Europa. Die Verkehrszeichen sind ebenfalls identisch. Die Höchstgeschwindigkeiten betragen 130km/h auf der Autobahn, 90 km/h Überland und 50 km/h in der Stadt. Für Motorradfahrer besteht keine Helmpflicht. Soweit zur Theorie.

In der Praxis fahren die Türken jedoch erfrischend unkompliziert. Ziel ist es, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen. Solange niemand gefährdet wird, toleriert die Polis (Polizei) allerlei Verstöße. Verkehrsregeln werden daher sehr großzügig ausgelegt. Mittlerweile wird jedoch allgemein bei den meisten roten Ampeln angehalten.

Ich habe mich im Verkehrschaos eigentlich immer sehr sicher gefühlt, da die Türken ein Bestehen auf Vorfahrt etc. nicht kennen und im Straßenverkehr erstaunlich rücksichtsvoll miteinander umgehen. Es werden zwar keine Sicherheitsabstände eingehalten, aber man kann stets gewiß sein, aus jeder Richtung beachtet zu werden. Das häufige Hupen ist nicht wie bei uns ein Ausdruck von Ärger, sonder einfach ein Signal „Vorsicht ich bin hier“. Fußgänger gehen allerdings im Verkehr gnadenlos unter und haben auch wenig Rücksicht zu erwarten.

Die gut ausgebauten Fernverkehrsstraßen laden zum Rasen ein. Davor sei gewarnt, die Polizei besitzt moderne Radarpistolen und die Strafen sind – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – empfindlich hoch.

Mit Vorsicht sind die modernen Überlandbusse und die manchmal recht altmodischen Lkw-Züge zu behandeln. Beide sind überall in der Türkei anzutreffen und die eigentlichen Gefahren im Straßenverkehr. Die Fahrer nehmen selten Rücksicht auf Verkehrsregeln und überholen nicht dort wo sie können (und sollen) sondern meist dort wo sie gerade auf uns treffen.

EselfuhrwerkEbenso sind Esel-, Pferde- und andere Fuhrwerke zu beachten. Genauso wie jede Menge spielende Kinder, freilaufende Hunde, Esel und der unglaublich dichte Fußgängerverkehr in den Städten. Im Osten der Türkei werden wir uns zudem als Retter von auf der Straße herumirrenden Landschildkröten feiern können.

Ein dunkles Kapitel sind noch die Steinewerfer im Osten des Landes. Hier handelt es sich um Kinder, die aus Langeweile Steine oder Äste nach (allen) Verkehrsteilnehmern werfen. Da hilft nur umsichtig fahren und schnell an solchen Banden vorbeizukommen. Wie zu vernehmen ist, hat sich dieses Phänomen allerdings in der letzten Zeit gebessert.

Zum Schluß sei noch dringend vor den Hirtenhunden gewarnt. Diese erreichen nicht selten Ponygröße und sind zum Schutz vor Wölfen da und daher entsprechend furchtlos. Also nie in einer uneinsehbaren Hofeinfahrt anhalten, diese Monster rennen sofort los – und sie sind schnell ........ da hilft nur kräftig Gas geben.

Der Straßenzustand ist in der Türkei insgesamt sehr gut, die Autobahnen sind sämtlich neu. Die wenigen Mautstellen funktionieren wie in Italien (Einfahrt Kärtchen ziehen-Ausfahrt blechen). Tankstellen gibt es überall in ausreichender Menge, bleifreies Benzin ist flächendeckend zu haben.

Waschen auf Türkisch

Neben den türkischen Firmen sind vor allem die Firmen Shell und BP stark vertreten. Bei jeder größeren Tankstelle ist wie bei uns ein Shop zu finden, in dem alle Arten von Verpflegung und Kleinkram angeboten wird.

Der Reifendruck ist beim Reifenhändler zu prüfen. Diese befinden sich in den Städten stets in der Nähe der großen Tankstellen. Motoröl ist an allen Tankstellen in den modernen Spezifikationen erhältlich. Ebenso kann an jeder größeren Tankstelle das Motorrad gewaschen werden. Dafür stehen überall dienstbare Geister zur Ver-fügung, die sich immer freuen ein modernes Motorrad betatschen zu dürfen. Self-Service ist in der Türkei nicht verbreitet.

Thema: Verkehrs-/Militärkontrollen

Tatsache ist, daß die Türkei ein Polizeistaat ist. Je weiter man in den Osten kommt, desto häufiger werden die Kontrollen, die sowohl von der Polis (Polizei), der Jandarma (Polizeisondereinheit) oder dem Militär selbst durchgeführt werden. Ich bitte dies nicht als Schikane, sondern als Beitrag für die eigene Sicherheit anzusehen.

Militärkontrolle in der TürkeiBei diesen Kontrollen werden stets der Reisepass und manchmal auch die Fahrzeugpapiere verlangt. Die Offiziere und Soldaten sind in der Regel ausgesprochen höflich und sprechen fast immer ein paar Brocken deutsch oder englisch. Ich empfehle auch den Helm abzunehmen. Im übrigen genießen Deutsche in der gesamten Türkei ein sehr hohes Ansehen.

 

Thema Geld - Achtung: neue Währung!!

Ab dem 1.1.2005 gibt es in der Türkei eine neue Währung. Sie nennt
sich YTL (Yeni Türk Lira = Neue türkische Lira). Die Cent-Einheit nennt
sich "Yeni Kurus" (sprich kurusch). Banknoten wird es zu Werten von

1, 5, 10, 20,50 und 100 YTL geben, Münzen zu 1 Kurus, 5, 10, 25, 50 und 1 YTL.

Die neuen Banknoten sind sehr schön und farblich an die alten gleich-wertigen (es wurden nur 6 Nullen gestrichen) angelehnt. Sie zeigen auf der Vorderseite stets ein Bildnis von Atatürk und auf der Rückseite ein berühmtes Bauwerk.

Die alte türkische Lira gilt gleichzeitig noch bis zum 31.12.2005. Danach
kann man 10 Jahre lang die Noten noch umtauschen.

Kurs: YTL 100 ergeben EUR 57,96 (Stand 6.2.2005)

          1 EUR ergibt YTL 1,68

Weitere Infos

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Reisevorbereitung

Karten/Reiseführer/Literatur:

Ich verwende für meine Reisen am liebsten die Karten vom RV-Verlag, in diesem Falle die Blätter "Türkei West" und "Türkei Ost", jeweils Maßstab 1:800.000.

Hervorragend fährt man auch mit den Karten aus dem Ryborsch-Verlag. Die Türkei in 7 Blättern, Maßstab 1:500.000.

Zu empfehlen sind weiters die Reiseführer:

  • Verlag Du Mont, „Türkei“
  • Du Mont, „Zentralanatolien“
  • Du Mont, „Osttürkei“
  • Goldstein, „Magisch Reisen – Türkei“
  • Reise Know-How, „Kulturschock – Türkei“
  • Reise Know-How, „Kulturschock – Islam“
  • Michael Müller Verlag,

          "Türkei"   (sehr gut)

Für politisch Interessierte zudem noch:

  • Verlag Goldstein, „Allahs Schatten über Atatürk“ von Peter Scholl-Latour.

Tipps & Tabus

Denken Sie daran:

  • nasse Straßen werden schnell fürchterlich glatt
  • rechnen Sie überall und immer mit Kindern, Hunden, Schafen, Ziegen..........
  • im Taxi vor dem Einsteigen nach dem Preis fragen
  • Verhandlungen im Bazar nur bei echtem Kaufinteresse führen
  • rasieren Sie sich nicht selbst – gehen zum Barbier!
  • in Moscheen ist es Pflicht, sich die Schuhe auszuziehen
  • als Frau sich zusätzlich vor dem Betreten Schulter, Oberarm und Kopf zu bedecken
  • sich immer vergegenwärtigen - Sie sind in Asien: hier gehen die Uhren anders
  • es ist günstiger, sich das Geld mittels EC- oder Kreditkarte direkt vom Automaten zu holen

Bloß nicht!

  • Waffen und Drogen mitnehmen
  • Münzen oder bearbeitete Steine kaufen oder sammeln (streng verboten)
  • als Mann fremde traditionell gekleidete Frauen ansprechen
  • als Frau nie und nirgends einen fremden Mann auf der Straße ansprechen
  • die Geduld mit Behörden verlieren
  • schnell fahren
  • den wohlhabenden Westeuropäer raushängen lassen.
   

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