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Türkei

Iran

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Wissenswertes

Allgemeines/Anreise:

Die islamische Republik Iran liegt wie ein Sperrriegel auf dem Landweg nach Indien und China. Das riesige Land ist vor allem in Westen und Norden von riesigen Gebirgsmassiven eingekreist. Der größte Teil des Landes besteht aus Hochtälern und Steinwüsten, lediglich am Küstensaum des Kaspischen Meeres herrscht eine subtropische Vegetationszone in der hauptsächlich Reis angebaut wird. Wer mit dem Motorrad einreisen möchte, nimmt am Besten die Route der alten persischen Königsstraße Izmir-Ankara-Erzurum-Dogubayazit. Die Grenzübergänge zum Irak sind noch immer gesperrt.

Der Tourismus steckt im Iran noch in den Kinderschuhen. Dementsprechend paradiesisch sind die Zustände. Man steht überall im Mittelpunkt, bekommt überall Tee und Wasser angeboten. Jeder ist bemüht, beim Gast einen guten Eindruck zu hinterlassen. Allerdings kann die Aufmerksamkeit auch nerven, da man in der Öffentlichkeit zu keiner Zeit alleine ist und ständig angesprochen wird. Abgesehen von Teheran sind die Bazare vom Tourismus noch nicht verdorben und sehr malerisch zu durchwandern. Umweltschutz ist allerdings im ganzen Land ein Fremdwort. Jegliche Art von Müll wird bedenkenlos ist die fantastische Landschaft geworfen. Zu empfehlen ist vor der Reise ein gründliches Studium von Land und Sitten (siehe Literatur).

Gemüsehändler

Geld und Kosten:

Landeswährung ist der Iranische Real (IRR). Allerdings rechnen die Iraner in „Toman“. Ein Toman entspricht 10 Rial. Den USD kann man überall tauschen und vielerorts auch bezahlen. Man sollte immer nur geringe Beträge tauschen, da das Leben im Iran recht günstig ist und man den iranischen Rial gleich bündelweise bekommt. Für den Euro fehlen noch Erfahrungswerte, allerdings wird dieser wie die DM in den meisten Hotels und Banken eingetauscht werden. Am Schwarzmarkt zu tauschen ist illegal.

Kursinfo Dezember 2003: 10.000 Rial entsprechen ungefähr 1 €.

In einigen wenigen Banken kann man mit der Kreditkarte Geld abheben und nur in den Touristengebieten akzeptieren Geschäfte die Karten. Das Leben im Iran ist billig, der Liter Superbenzin kostet ca. EUR 0,30, die Hotels je nach Kategorie von USD 15 bis USD 45 inkl. Bad/WC und Frühstück.

Einreise/Formalitäten:

AyatollahsEs gibt nur zwei Grenzübergänge zwischen der Türkei und dem Iran – Gürbulak im Norden und Sero im Süden. Beide sind für Touristen geöffnet. Der Hauptübergang ist jedoch Gürbulak, das 30km hinter dem Städtchen Dogubayazit liegt. Ein Visum ist von Deutschland aus zu beantragen. Notwendig sind neben der Grünen Karte, ein internationaler Fahrzeugschein, ein internationaler Führerschein sowie das beim ADAC erhältliche Carnet de Passage. Die Visumformalitäten (Touristenvisum) kosten ca. EUR 140, bei Frauen ist zudem darauf zu achten, daß bereits ein Paßbild mit Kopftuch benötigt wird.

Klima/Reisezeit:

Im westlichen Hochtälern herrschen die selben klimatischen Bedingungen wie in Anatolien mit sehr warmen Sommern und kalten, schneereichen Wintern. In den übrigen Landesteilen findet man trockenes, heißes Wüstenklima. In den Sommermonaten ist nur im äußersten Norden des Landes an den Küsten des Kaspischen Meeres mit Niederschlägen zu rechnen. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr, da dann sprichwörtlich sogar die Wüste blüht. Der Sommer ist für Mitteleuropäer kaum erträglich und im Herbst ist die Natur bereits vertrocknet.

Hotels/Verpflegung:

Es gibt überall im Lande genügend Hotels aller Preisklassen. Alle Hotels sind peinlich sauber und der Service äußerst liebenswürdig – wie im ganzen Land. In den meisten Hotels gibt es Restaurants, jedoch existieren auch eine Vielzahl von Schnellimbissen aller Art, darunter auch eine Nachahmung von Mc Donalds, in der es Hamburger und iranisches Cola gibt. Besonders zu empfehlen sind die überall erhältlichen frisch gepressten Fruchtsäfte.

Sehenswertes:

In einem der ältesten Kulturländer der Welt finden sich überall sehenswerte Stätten. Keinesfalls sollte man die Städte Isfahan und Shiraz verpassen. Persepolis ist für sich schon eine Reise wert. In Teheran sind das Nationalmuseum und das Khomeini-Grabmal besonders herauszustreichen.

Gesamtansicht Persepolis

Motorrad fahren:

Das Straßennetz ist sehr dicht und sehr gut ausgebaut. Am schönsten sind die zahlreichen Bergstraßen zu fahren. Die Verkehrszeichen sind international und wie die Wegweiser auch in englisch ausgeschrieben. Die Verkehrsmoral ist allerdings sehr dürftig. Es empfiehlt sich im ganzen Land äußerst defensiv zu fahren. Das Tankstellennetz ist ausreichend dicht. Es gibt zwei Sorten von Sprit: Normal und Super, beide allerdings verbleit. Vorsicht: die Motorrad-Zapfsäulen geben nur ein 2Takt-Gemisch heraus, also immer bei den Autos tanken. Es ist sinnvoll, stets selbst zu tanken, da die Tankwarte oft das Fassungsvermögen der Tanks überschätzen.

Überland finden sehr häufig Polizeikontrollen statt. Die Beamten sind jedoch stets freundlich und hilfsbereit. Aufgrund der großen Hitze ist ständig auf eine genügende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

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Reisevorbereitung

Literatur und Karten:

Ich habe die nicht immer aktuelle Irankarte vom R+V Verlag, Maßstab 1: 2 000 000 verwendet.

Empfehlenswerte Literatur:

  • Verlag Du Mont Kunstreiseführer „Iran“ ISBN 3-7701-3385-4
  • Verlag Goldstein „Kulturschock Iran“ ISBN 3-89416-160-4, „Kulturschock Islam“ ISBN 3-89416-164-7
  • Konrad-Stein-Verlag „Reisehandbuch Iran“ ISBN 3-89392-265-2 (sehr gute Hotelübersichten)
  • Verlag Edition Erde „Iran“ ISBN 3-86108-860-6
  • Verlag-Klett-Katter „Iran-Brücke zwischen Ost und West“ (Gerhard Schweizer), ISBN 3-608-93169-4

Wichtige Adressen:

  • Botschaft der Islamischen Republik Iran, Podbielskiallee 65/67, 14195 Berlin, Tel: 030-84353-0
  • Visa- und Dokumentenservice GmbH, Oderstr. 67, 14513 Teltow, Tel: 03328-439700
  • Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Ferdowsi Ave. 324, Teheran, Tel: 0098-21 311 41 11
   

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