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Persische Einblicke

Bekanntschaft vor der Shaikh-Lotfollah-Moschee (Frauenmoschee)  in Isfahan

Eine Rundreise durch den Iran

"Welcome to Iran". Überall werden die religiösen Führer und die Gefallenen des Iran-Irak-Krieges verherrlicht.

"Welcome to Iran". Überall werden die religiösen Führer und die Gefallenen des Iran-Irak-Krieges verherrlicht.

"In den Iran?", "Warum denn um Himmels willen denn ausgerechnet dahin?" So oder so ähnlich lauteten die Reaktionen, als ich wage von meinen Reiseplänen zu erzählen. Selbst die iranische Botschaft in Berlin hat sich wohl die selbe Frage gestellt und mir das gewünschte Touristenvisum zunächst verweigert. Erst nachdem ich in einem Brief etwas von Interesse an der uralten Kultur, einmaliger Landschaft und Abenteuer erwähne, werden die Reisepläne von der Botschaft und meiner besseren Hälfte genehmigt.

So kommt es nun, daß ich auf meiner GS auf der schnurgeraden gut ausgebauten Straße von Isfahan nach Shiraz fahren und diese Geschichte erzählen kann. Der Tag schreitet voran und langsam wird es immer heißer. Der Fahrtwind bringt keine Kühlung mehr und ich beginne wieder zu träumen.

Der Grenzübertritt am türkischen Grenzübergang Gürbulak war eine Qual. Das Wetter schon zeitig in der Früh heiß, der biblische Ararat fantastisch wolkenfrei, die Zollgebäude vergammelt und die tür-kischen Grenzer nicht gewillt, sich von einem verrückten Deutschen bei ihrem Morgentee stören zu lassen. Nach acht (8) Stempeln – natürlich von acht (8) verschiedenen Uniformierten - ist es soweit.

Ich stehe meinem ersten Iraner gegenüber. Auf der iranischen Seite komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Anders als in der EG freundlichen Türkei sind die iranischen Zollgebäude alle neu, klimatisiert und peinlich sauber. Ein freundlicher älterer Herr klopft mir auf die Schulter, stellt sich mir als der örtlich zuständige Tourismusbeauftrage vor und schleudert mir im besten Schulenglisch ein sichtlich ernst gemeintes „Welcome to Iran“ entgegen.

Nette GastgeberDer Tourismusmensch erledigt in windeseile und völlig selbstverständlich alle Formalitäten für mich, verzichtet auf eine Gepäckkontrolle. Von wegen Musikcasseten und Zeitschriften werden automatisch beschlagnahmt. Sogar Geld kann ich bei ihm zu einem - wie ich später erfahre – durchaus vernünftigen Kurs wechseln. Ich tausche erstmals USD 150 und bekomme dafür "a lot of Khomeini" wie er sagt – einen ca. 5cm dicken Packen Geldscheine, wo der stets präsente streng blickende Revolutionsführer auf jedem Geldschein zu sehen ist.

Anschließend stecke ich sofort mitten im unbeschreiblichen iranischen Verkehrsgetümmel fest. Angeblich herrscht auf Münchens Straßen permanent Kriegszustand. Wenn das so ist, bin ich hier in der Apokalypse gelandet.

"Kirmes"

Verkehrszeichen? Ampeln? Werden offenbar als westliches Kulturgut ange-sehen und entsprechend ignoriert. Einbahnstraßen? Autobahn? Den Verkehrszeichen nach gibt es die zwar, aber mit der Fahrbahneinteilung nimmt es hier niemand so genau.

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Dieser Artikel erschien in dem Magazin "Reise Motorrad" Ausgabe 2003/2.

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